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Documentaries and reports "Waldelefanten ↦ Architekten des Regenwaldes (2023)"

Title
Waldelefanten ↦ Architekten des Regenwaldes (2023)
 
Extended description
Aus der Ferne sieht es aus wie eine tanzende Schlange auf der dichten Vegetation des Regenwaldes. Als nächstes tauchen zwei lange, rosafarbene Stoßzähne aus dem Blätterwerk auf. Sie gehören zu einem Elefantenbullen, der wie ein verblüffter Tourist die gewaltigen Kongou-Wasserfälle beobachtet. Er steht am Rande dieses abgelegenen Naturwunders im Ivindo-Nationalpark in Zentralgabun und versucht mögliche Gefahren zu wittern. Plötzlich setzt der Dickhäuter zu einem gewagten Trapezakt an. Vorsichtig wie im Porzellanladen setzt er einen Fuß vor den anderen und jongliert seine rund vier Tonnen Lebendgewicht über die steile Kante der Fälle - ein fast unmöglich erscheinender Stunt, der so nirgendwo sonst zu beobachten ist: "Er ist auf der Suche nach einer Delikatesse, die es wert ist, das Risiko einzugehen", flüstert Eco-Guide Gislain Botsika ehrfürchtig, "das Gemüse der Wasserfälle". In Gabun gelten Elefanten als Nachbarn, die fast das ganze Land mit den Menschen teilen. Die meisten Menschen betrachten sie jedoch zumeist als schwierige Nachbarn, die ihre Lebensgrundlage und sogar ihr Leben bedrohen. Daher beginnt der Naturschutz mit dem guten Willen und der Toleranz der lokalen Gemeinschaften für eine Tierart, die dafür bekannt ist, den Regenwald zugänglich zu machen, indem sie Wege baut und ihn durch die Verbreitung von Samen von Bäumen reproduziert. In Gabun erfüllen diese "Architekten des Regenwaldes" die wichtige Funktion, den Waldbestand zu erhalten und damit eine zentrale Kohlenstoffsenke für den Erhalt des Weltklimas. "Willkommen im Elephant Restaurant", grüßt Tom Emane-Ebe, Chief Ranger in Langoué Bai weiter flussabwärts entlang des Ivindo. Das ist als Scherz gemeint, kommt aber in Gabuns Ivindo-Nationalpark der Realität ziemlich nahe. Waldlichtungen, die von Bächen durchzogen sind, werden in der Sprache ihrer ersten Bewohner, indigener Völker wie der Baka und Babongo, Bai genannt.
Genres
Documentaries and reports
Year
2023
Length
50 minutes
Countries
Austria
Contributers
Director Werner Zips
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